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Tourismus in Alanya 2026: Kontrolle, Entwicklung und Perspektiven

 Präsident des Alanya Tour Operators Association (ALTID) Cem Özcan: Die Lösung liegt nicht im Verbot, sondern in der regulierten Integration.

 Präsident des Alanya Tour Operators Association (ALTID) Cem Özcan: Die Lösung liegt nicht im Verbot, sondern in der regulierten Integration.

Cem Özcan, Präsident von ALTID, kommentierte die laufenden Diskussionen über ausländische Online-Plattformen für Reise- und Unterkunftsbuchungen in der Türkei. Seiner Meinung nach geht es nicht um ein Verbot, sondern um eine ordnungsgemäße, kontrollierte Integration dieser Plattformen in das touristische und rechtliche System des Landes.

Özcan erinnerte daran, dass in den meisten Ländern der Welt internationale Plattformen innerhalb klar definierter Regeln arbeiten. Ein ähnlicher Ansatz sollte auch in der Türkei gelten: Plattformen müssen offizielle Niederlassungen eröffnen, Ansprechpartner benennen und rechtliche sowie steuerliche Verantwortung gemäß dem nationalen Recht übernehmen.

Er betonte, dass globale Plattformen ohne Unternehmensregistrierung in der Türkei unlauteren Wettbewerb für lokale Reisebüros erzeugen, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Ein weiteres Problem sei das Fehlen eines rechtlichen Vertreters bei Verbraucherbeschwerden.

Özcan richtete besonderes Augenmerk auf Destinationen wie Alanya, wo ein großer Teil der touristischen Nachfrage über individuelle internationale Buchungen entsteht. Er stellte fest, dass ein abruptes und vollständiges Abschalten der Online-Plattformen ohne Alternativen zu einem Rückgang der Buchungen und zur Verringerung der internationalen Bekanntheit der Region führen könnte.

Laut ALTID bewegt sich der globale Tourismus schnell in Richtung Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Online-Plattformen. Heute sind OTA-Dienste nicht nur Vertriebskanäle, sondern globale Schaufenster für Länder und Touristenziele.

„Über diese Plattformen erreichen türkische Hotels, Resorts und Städte gleichzeitig Millionen potenzieller Gäste. Diese Realität bei Entscheidungen zu ignorieren, ist unmöglich“, sagte Özcan. Er betonte außerdem, dass Steuern, Vertretung, Datennutzung, Verbraucherschutz und unlauterer Wettbewerb durch transparente, verständliche und auditierbare Regeln geregelt werden müssen.

Özcan wies auch auf die Notwendigkeit hin, starke nationale Buchungsplattformen zu entwickeln, die global wettbewerbsfähig sind. Seiner Ansicht nach ist dies nur durch gemeinsame Arbeit des gesamten Tourismussektors möglich.

Abschließend betonte er, dass führende Touristenziele nicht durch Isolation digitaler Plattformen, sondern durch deren Regulierung und Wettbewerb wachsen. „Die Lösung liegt nicht im Abschalten, sondern im Dialog und in der Regulierung. Wir müssen erfolgreiche internationale Modelle an die Realität der Türkei anpassen, um den Sektor zu schützen und die türkische Tourismusbranche nicht vom Rest der Welt zu isolieren“, fasste Cem Özcan zusammen.

Treffen der Delegationen von Alanya und TGA: Volle Koordination für 2026

Die Delegation von Alanya bestand aus:
Abdurrahman Açıkalın — Präsident von ALTAV und Berater des Bürgermeisters von Alanya,
Cem Özcan — Präsident von ALTID,
Şükrü Çimrin — ehemaliges Mitglied der 2. TGA-Versammlung und ALTAV-Vorstandsmitglied,
und Can Som — Mitglied des ALTAV-Vorstands.

Von der Turkish Tourism Promotion and Development Agency (TGA) nahmen teil: Generaldirektor Sinan Seha Türkeşen, stellvertretender Generaldirektor Dr. Elif Balcı Fisunoglu, Direktor für Veranstaltungen und Gastgewerbe Sinem Özyalçın sowie Vertreter der zuständigen Abteilungen.

Hauptthema der Verhandlungen waren die Entwicklungsperspektiven von Alanya im Jahr 2026. Die Delegation der Stadt stellte der TGA detaillierte Informationen über geplante nationale und internationale Veranstaltungen, den Festivalkalender sowie Werbe- und Marketingprojekte vor.

Nach dem Treffen einigten sich beide Seiten auf eine engere und synchronisierte Koordination der Werbeaktivitäten von Alanya mit der TGA sowie auf die weitere Stärkung der institutionellen Zusammenarbeit. Die Vertreter der TGA würdigten den systematischen und strategisch durchdachten Ansatz von Alanya bei der Planung und Förderung des Reiseziels. Zu allen Nachrichten
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