Auf Bali wird der Bau von Hochhäusern diskutiert
Die Initiative befindet sich in der Diskussionsphase und wurde dem Gouverneur der Provinz, Wayan Koster, zur Prüfung vorgelegt. Auch das Regionalparlament und zuständige Behörden sind in den Prozess eingebunden. Eine endgültige Entscheidung wurde bisher nicht getroffen.
Die Diskussion steht im Zusammenhang mit dem anhaltenden Wachstum des Tourismussektors und dem Mangel an verfügbaren Flächen in den beliebten Regionen der Insel. Die Nachfrage nach Hotelimmobilien, Serviced Apartments und Infrastruktur bleibt hoch, was die Behörden dazu veranlasst, vertikale Bebauung als eines der Instrumente für eine ausgewogene Marktentwicklung in Betracht zu ziehen.
Dabei geht es nicht um eine vollständige Aufhebung der Beschränkungen. Es wird ein Zonierungsszenario geprüft, bei dem Gebäude mit einer Höhe von bis zu 45 Metern nur in bestimmten Gebieten wie Nusa Dua, Süd-Kuta und Sanur zulässig wären. Das Hauptziel besteht nicht darin, die Bebauungsdichte zu erhöhen, sondern eine klarere Regulierung zu schaffen.
Ein entscheidender Faktor bleibt die kulturelle und religiöse Besonderheit der Region. Auf Bali gilt das Prinzip, dass Gebäude nicht höher als eine Kokospalme sein dürfen. Dies steht im Zusammenhang mit der traditionellen Philosophie Tri Hita Karana, die ein Gleichgewicht zwischen Mensch, Natur und spiritueller Welt vorsieht.
Religiöse und gesellschaftliche Führungspersönlichkeiten rufen zu einem vorsichtigen Vorgehen und zur Bewertung möglicher Auswirkungen auf Umwelt, kulturelles Erbe und territoriale Entwicklung der Insel auf.
Gleichzeitig verstärken die Behörden weiterhin die Kontrolle im Bausektor. Zu den diskutierten Maßnahmen gehören Einschränkungen bei der Erteilung neuer Genehmigungen in überlasteten Gebieten, die Bekämpfung illegaler Bauprojekte sowie der Schutz natürlicher Gebiete, einschließlich des Beratan-Sees.
Bereits im Jahr 2024 wurden auf der Insel Maßnahmen zur Begrenzung des Baus neuer Hotels und Villen diskutiert. Darüber hinaus haben mehrere Gemeinden Verbote für den Bau touristischer Einrichtungen auf landwirtschaftlichen Flächen eingeführt und die Entwicklung auf bestehende Feriengebiete konzentriert.
In den letzten Jahren hat Bali seine Position als internationales Zentrum für Remote-Arbeit und langfristiges Wohnen gestärkt. Dies führt zu einer stabilen Nachfrage nach Wohnraum und entsprechender Infrastruktur.
Gleichzeitig verfolgen die Behörden kein Szenario eines unkontrollierten Bevölkerungswachstums. Der derzeitige Ansatz kann als Modell eines „kontrollierten Wachstums“ beschrieben werden, bei dem wirtschaftliche Entwicklung mit Maßnahmen zum Erhalt der kulturellen Identität und der natürlichen Umwelt kombiniert wird.
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